Einleitung
Perlinka – ein Glasfaser-Armierungsgewebe – spielt eine entscheidende Rolle im Wärmedämmsystem. Eine unsachgemäße Verarbeitung kann zu Rissen, Ablösungen der Schicht oder sogar zum vollständigen Versagen der Fassade führen. In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt die richtige Verarbeitung, damit das Ergebnis viele Jahre hält.
Schritt 1: Vorbereitung des Untergrunds
Der Untergrund muss trocken, fest sowie staub- und fettfrei sein.
Wenn das Gewebe auf Dämmplatten (z. B. EPS oder Mineralwolle) aufgebracht wird, müssen diese fest verklebt und angeschliffen sein.
Alle Fugen breiter als 2 mm sind zu verspachteln, und Dübel sind zu setzen, sofern dies Bestandteil des Systems ist.
Schritt 2: Auftragen der Spachtelmasse
Mit einer Edelstahl-Glättkelle eine Schicht Spachtelmasse (Kleber) in einer Stärke von ca. 3–4 mm auftragen.
Immer nur so viel Fläche bearbeiten, wie innerhalb weniger Minuten verarbeitet werden kann, damit die Masse nicht antrocknet.
Schritt 3: Einbetten des Gewebes
Das Gewebe in die frische Spachtelmasse einlegen (niemals nur auf die Oberfläche!).
Mit der Glättkelle so andrücken, dass es vollständig eingebettet ist.
Die Überlappung einzelner Bahnen muss mindestens 10 cm betragen – so werden Risse an den Stoßstellen vermieden.
Das Gewebe sollte im oberen Drittel der Schicht liegen (nicht an der Oberfläche und nicht direkt auf der Dämmung).
Schritt 4: Fertigstellung und Egalisierung
Nach dem Einbetten eine weitere Schicht Spachtelmasse auftragen, sodass das Gewebe vollständig überdeckt ist.
Die Gesamtschichtdicke sollte gemäß Herstellerempfehlung etwa 5–6 mm betragen.
Die Oberfläche glatt abziehen und ausreichend trocknen lassen (je nach Witterung und Art des Klebers).
Häufige Fehler, die vermieden werden sollten
Einlegen des Gewebes auf bereits angetrocknete Spachtelmasse
Unzureichende Überlappung der Bahnen
Platzierung des Gewebes zu nah an der Oberfläche oder direkt auf der Dämmung
Verwendung von beschädigtem oder nicht zertifiziertem Gewebe
Unzureichend vorbereiteter oder unebener Untergrund
Unser Tipp
Verwende ein hochwertiges, zertifiziertes Armierungsgewebe mit ausreichender Zugfestigkeit und Alkalibeständigkeit. Günstige Alternativen haften oft schlecht in der Spachtelmasse, können reißen oder im Laufe der Zeit an Festigkeit verlieren.

